Strukturförderprojekt – Reichende Hände 2026
Unterstützung, Begleitung und Empowerment für Migrant*innen in Marzahn-Hellersdorf
Finanzierzt durch den Bezirk Marzahn-Hellersdorf

Mit dem Projekt „Reichende Hände 2026“ setzt sich Reistrommel e. V. für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf aus den Communities Vietnam, Afghanistan und Syrien ein. Als Migrant*innenselbstorganisation mit über 30 Jahren Erfahrung reagiert Reistrommel e. V. gezielt auf wachsende soziale, gesundheitliche und psychosoziale Bedarfe im Bezirk Marzahn-Hellersdorf.
Im Mittelpunkt stehen Menschen, die im regulären Hilfesystem nur schwer Zugang zu Unterstützung finden – insbesondere ältere, schwerkranke Menschen aus Vietnam sowie Frauen aus Afghanistan und Syrien, die durch Flucht- und Migrationserfahrungen stark belastet sind.
Unsere Schwerpunkte 2026
🤝 Aufsuchende Betreuung und Familienarbeit
Für schwerkranke ältere Menschen mit vietnamesischem Migrationshintergrund sowie für Hinterbliebene bietet das Projekt eine aufsuchende, kultursensible Begleitung.
Ziel ist es, Menschen in Krisensituationen niedrigschwellig zu unterstützen, sie beim Zugang zur Regelversorgung zu begleiten und Angehörige in Trauerprozessen nicht allein zu lassen. Reistrommel e. V. übernimmt dabei eine wichtige Brückenfunktion zwischen Community-Strukturen (z. B. religiösen Gruppen) und dem Hilfesystem.
👵 Seniorentreff
Der Seniorentreff bietet Raum für Begegnung, Austausch und Selbstorganisation. Ältere Menschen können sich in den Vereinsräumen treffen, soziale Kontakte knüpfen und Vereinsamung entgegenwirken.
Die Gruppen gestalten ihre Treffen größtenteils selbstbestimmt, unterstützt durch den Träger – ein wichtiger Beitrag zur Stärkung von Empowerment und Teilhabe im Alter.
👩🦱 Selbsthilfegruppe für Frauen aus Afghanistan und Syrien
Für Frauen aus Afghanistan und Syrien entsteht ein geschützter Raum für Austausch, Vernetzung und Selbsthilfe.
Die Frauen sind häufig mit hohen Belastungen konfrontiert – etwa durch Kriegserfahrungen, familiäre Trennung, gesundheitliche Einschränkungen oder soziale Isolation. Das Projekt schafft Stabilität, fördert gegenseitige Unterstützung und eröffnet Zugänge zu weiterführenden Hilfsangeboten.
Die Treffen werden sozialpädagogisch begleitet und bei Bedarf an Fachstellen angebunden.
Wirkung und Nachhaltigkeit
„Reichende Hände 2026“ stärkt Zugänge zum Hilfesystem, fördert Hilfe zur Selbsthilfe und wirkt sozialer Isolation nachhaltig entgegen. Gleichzeitig fließen die Erfahrungen und Bedarfe der Zielgruppen in Fachgremien und Netzwerke ein, um kultursensible Angebote langfristig weiterzuentwickeln.
So leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Öffnung der sozialen Arbeit im Bezirk.
